Befestigst du das Backenstück der Trense im oberen hook, hilft der hook dabei, das Gebiss im Maul an Ort und Stelle zu halten, wenn du die Zügel nachgibst und das Pferd lobst. Wird der obere hook nicht verwendet, wird das Gebiss im Maul des Pferdes „kippen“ und sich auf die Zunge legen. Das Pferd wird also nicht spüren, dass du den Druck am Zügel nachgibst.
Befestigst du den Zügel durch den unteren hook am Seitenteil, erhältst du eine bessere Kontrolle über die Schulter des Pferdes. Ist der Zügel nicht in einem hook befestigt, wird er im Ring hin und her rutschen, sodass du zusätzlichen Druck geben musst, um dasselbe Ergebnis an der Schulter zu erzielen. Der hook hält den Zügel an Ort und Stelle und sorgt für mehr Stabilität im Druck auf die Laden.
Ein weiterer Vorteil der Befestigung des Zügels im hook ist, dass du die „independent side movement“ des Myler Gebisses nutzen kannst – also dass du die einzelne Seite des Gebisses bewegen kannst, ohne die andere zu beeinflussen. Das schafft größtmögliche Ruhe und Stabilität im Maul des Pferdes.
Viele glauben fälschlicherweise, dass ein Baucher-Gebiss ein scharfes Gebiss ist, da es Druck auf das Genick des Pferdes ausübt. Das ist NICHT wahr. Die Aufhängung hat nichts damit zu tun, Druck auf das Genick des Pferdes auszuüben; sie ist vielmehr ein Hilfsmittel, um das Gebiss im Maul des Pferdes stabiler zu machen. Das Baucher-Gebiss ist daher ein besonders gutes Gebiss für das sensible Pferd, das Ruhe im Maul braucht.
Was dem Druck auf das Genick des Pferdes entgegenwirkt, ist, dass der Zügel nicht am Seitenteil befestigt ist, wie es bei hooks der Fall ist, sondern frei im Ring hängt. Das Ganze wird in diesem Artikel von Bit Bank Australia sehr gut beschrieben: https://bitbankaustralia.wordpress.com/2012/05/03/the-truth-about-the-baucher-snaffle-bit-rattling-the-cage/?fbclid=IwAR38wP35r15fqO_xQ1xegaPSNd1jrm7mVfCOVkkKUnw2m5goDLRPJE9YhCs.
Das Myler Kombinationsgebiss gilt als eines der sanftesten Gebisse, da es den Druck auf mehrere Punkte verteilt. Das Gebiss besteht aus einem großen Ring, an dem das Mundstück befestigt ist und frei rotiert, bis es auf einen Anschlag trifft; einem Ring zur Befestigung des Seitenteils der Trense; sowie einem Ring zur Befestigung der Zügel; außerdem gibt es ein Nasenband und einen curb strap in direkter Kombination mit dem Gebiss.
Das Kombinationsgebiss ist so konzipiert, dass ein Zügelimpuls zunächst Nasenband und curbstrap anzieht – du schonst also das Maul des Pferdes, indem du in erster Linie Nase und Kiefer einwirkst. Bei einem stärkeren Zug am Zügel trifft das Mundstück auf den Anschlag am Ring, und erst dann wird das Maul des Pferdes beeinflusst.
Das Myler Kombinationsgebiss kann vielleicht mit einem Hackamore verglichen werden, aber da Nasenband und curb strap etwas höher platziert sind und somit die Atemwege des Pferdes nicht beeinflussen, ist es also nicht dasselbe.
Das Kombinationsgebiss ist entweder mit zwei oder drei Ringen erhältlich; die Anzahl der Ringe bestimmt die Hebelwirkung. Das Gebiss mit drei Ringen, bei dem die Zügel am untersten Ring befestigt werden, wirkt somit stärker im Maul des Pferdes als das Gebiss mit zwei Ringen.
Produkter vises her